PHP – Teil 3: Variablen

Zu den wichtigsten Werkzeugen in einer Programmiersprache gehören die Variablen. In diesem Artikel gehe ich auf die Besonderheiten und die Verwendung von Variablen in PHP ein.

Was ist eine Variable?

Eine Variable in einer Programmiersprache kann man mit den Variablen in Gleichungen aus dem Mathematikunterricht von früher vergleichen. Sie stehen für einen bestimmten Wert, der jedoch einen anderen Namen bekommt. Wir können in einer Variable einen bestimmten Wert speichern (das kann zum Beispiel eine Zahl, ein Text, das Ergebnis einer Berechnung oder vieles andere sein) und der Interpreter wird mit diesem Wert arbeiten, wenn wir die Variable benutzen. Wir als Programmierer können ihr jedoch einen gut lesbaren Namen geben, damit wir wissen, was für ein Wert dahinter steckt.

Wie erstelle ich eine Variable?

Eine Variable muss zuerst definiert werden, das heißt wir müssen dem Interpreter sagen Ich möchte die Variable mit diesem Namen und weise ihr diesen Wert zu. Wenn ich also ab sofort diesen Namen verwende, arbeite bitte mit dem zugewiesenen Wert. Das funktioniert in PHP so:

So haben wir der Variable $variablenname die Zahl 5 als Wert zugewiesen. Sicherlich ist Ihnen das $ Zeichen aufgefallen. Der Dollar steht in PHP immer für Variablen und kennzeichnet diese, es ist also wichtig, dieses Zeichen nicht zu vergessen. Außerdem wichtig ist das = Zeichen. Es steht in PHP für die Zuweisung von Werten, ich sage dem Interpreter also mit dieser Zeile Weise der Variable $variablenname den Wert 5 zu.

Jedes mal, wenn wir danach im Code die Variable $variablenname benutzen (außer, wir weisen ihr einen anderen Wert zu oder verändern den Wert, den sie enthält, dazu später mehr) wird der Interpreter stattdessen die Zahl 5 verwenden.

Doch nicht nur einzelne Werte können in einer Variablen abgespeichert werden, auch das Ergebnis einer Rechnung könnte zum Beispiel zugewiesen werden:

In diesem Fall würde anstatt der Variable $ergebnis im später folgenden Code die Zahl 14 verwendet werden, da zuerst die Berechnung durchgeführt wird und danach der Wert der Variablen zugewiesen wird.

Natürlich können wir diese beiden Beispiele auch verbinden:

Würden wir den Wert von $var1 nun zum Beispiel auf 7 ändern hätte $ergebnis automatisch den Wert 16. Und hier liegt auch eine der Stärken von Variablen. Verwenden wir dieselbe Variable öfter im Code können wir ihren Wert einfach an einer Stelle ändern und überall wird der neue Wert automatisch verändert.

Wichtig zu erwähnen: Sobald unser Programm beendet wurde (die Ausgabe also an den Client gesendet wird) werden alle Variablen gelöscht, das heißt bei einem erneuten Aufruf des Programms fängt alles wieder von vorne an und jede einzelne muss erneut angelegt werden. Die Werte der Variablen werden im Arbeitsspeicher des Servers gehalten und belegen dort solange Platz, bis das Programm beendet wurde oder der Speicherplatz wieder freigegeben wird. Dieses Freigeben kann mit der Funktion unset() erreicht werden. Zu Funktionen kommen wir in einem späteren Teil der Serie, daher hier nur ein Beispiel:

 

Wie dürfen Variablen heißen?

Für die Variablennamen in PHP gelten besondere Regeln, allerdings sind diese relativ einfach:

  • Der Name muss mit einem Buchstaben oder einem Unterstrich beginnen
  • Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden (case-sensitive). $hallo ist also nicht dasselbe wie $HaLLo
  • Es darf eine beliebige Anzahl an Buchstaben, Zahlen und Unterstrichen im Namen vorkommen

Das sollte für den Anfang genügen. Im Bereich der Variablen gibt es noch einige Besonderheiten und zusätzliche Informationen, diese werden aber in späteren Teilen der Serie noch behandelt, da sie oft mit anderen Themenbereichen zu tun haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*